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Pflastersteine reinigen

Martin Uncategorized

Pflastersteine reinigen
Pflastersteine können richtig schön aussehen, ob im Garten, in der Hofeinfahrt, auf Wegen oder gar auf großen Plätzen. Allerdings kann der positive Eindruck schnell verblassen, wenn man die Steine nicht pflegt. Denn auch Pflastersteine müssen regelmäßig gesäubert werden, da sich Unkraut nur allzu gern in den Fugen breitmacht und Verunreinigungen sowie Grünbelag sich in der Oberfläche des Steins festsetzen.

Pflastersteine reinigen – aber wie?

Steht man nun vor der Aufgabe, seine Pflastersteine einer gründlichen Reinigung zu unterziehen, kommt schnell die Frage auf, wie man diese Arbeit am besten bewältigt. Denn wenn man sich im Internet umschaut, stehen hierfür eine ganze Reihe an Tipps bereit.

Wir haben uns für Sie einmal umgeschaut und die wertvollsten Ratschläge und Methoden herausgesucht. Diese reichen von DIY-Tricks, bei denen mit Hausmitteln gegen den Schmutz vorgegangen wird, über Methoden mit Hochdruckreiniger bis hin zu professionellen Reinigungsmethoden, bei denen mit einer Maschine gründlich gereinigt wird.

Wir stellen Ihnen die einzelnen Verfahren im Folgenden vor. Eines vorweg: Pflasterstein ist nicht gleich Pflasterstein. Vergessen Sie nicht, dass Sie berücksichtigen müssen, aus welchem Material Ihre Steine sind.

Soda – das einfache Hausmittel für Pflastersteine aus Beton

Wenn Sie Pflastersteine aus Beton haben sollten, können Sie diese ganz einfach mit Sodawasser säubern. Vor der Reinigung müssen Sie größere Flächen und die Fugen von Moos befreien. Allerdings können Sie bei diesem Verfahren anderes Unkraut wie zum Beispiel Löwenzahn ruhig stehen lassen. 

Nach dieser groben Vorreinigung sollten Sie zehn Liter Wasser kochen, in das Sie 100 Gramm Soda einrühren. Achten Sie dabei darauf, dass Sie einen hitzebeständigen Eimer für das Anrühren wählen. Sie sollten außerdem geeignete Schutzkleidung wie Handschuhe und Gummistiefel wählen, damit Sie sich selbst nicht verbrühen. Des Weiteren ist das Tragen einer Schutzbrille dringend erforderlich, da Sodawasser die Augen verätzen kann. Das heiße Sodawasser können Sie sodann vorsichtig über die Pflastersteine gießen. Verteilen Sie das Wassergemisch mit einem Besen oder einem Schrubber. Überprüfen Sie, ob das Sodawasser in jeden Winkel gelangt ist. Je nach Größe der zu behandelnden Fläche kann mehr oder weniger Sodawasser nötig sein. 

Das Sodawasser muss mindestens fünf Stunden, besser noch länger einwirken. Danach muss es mit klarem Wasser abgespült werden. Der Erfolg kann sich sehen lassen. Die Pflastersteine werden wieder strahlend sauber und hell. Unkraut stirbt durch das Übergießen mit dem kochend heißen Wasser ab und kann im Anschluss mit einem groben Besen weggefegt werden.

Ph-neutrale Seife und Natursteinreiniger: Achtung bei Pflastersteinen aus Naturstein

Bei Pflastersteinen aus Naturstein müssen Sie besonders vorsichtig sein, da einige Steine höchst sensibel sind. Am besten eignet sich hier eine ph-neutrale Seife und lauwarmes, nicht zu heißes Wasser. Lösen Sie die Seife in dem Wasser auf und verteilen Sie das Gemisch im Anschluss auf die zu reinigenden Pflastersteine. Sie sollten vor allem bei weicheren Steinen für die Reinigung ausschließlich Bürsten mit weichen Nylonborsten nutzen. Spülen Sie anschließend mit sauberem Wasser nach und trocknen Sie die Fläche mit einem Lappen.

Sollte die Reinigung nicht ausgereicht haben, da Sie es mit besonders hartnäckigen Flecken zu tun haben, können Sie auch zu speziellen Steinreinigern greifen. Lassen Sie sich hierbei auch von Ihrem Fachhändler beraten, der Ihnen für den entsprechenden Flecken und den jeweiligen Boden den passenden Reiniger empfiehlt. 

Das Unkraut aus den Fugen müssen Sie bei diesen Methoden zur Reinigung von Pflastersteinen aus Naturstein manuell entfernen. Verwenden Sie hierfür zum Beispiel Unkraut- und Fugenbürsten.

Pflastersteine mit Hochdruckreiniger säubern

Auf vielen Seiten im Internet wird der Hochdruckreiniger immer noch als Allheilmittel für jegliche Verschmutzungen auf Untergründen wie auch auf Pflastersteinen betrachtet. Der Hochdruckreiniger arbeite ausschließlich mit Wasser und benötige keine Chemie, um selbst hartnäckigsten Flecken zu Leibe zu rücken. Auch das Unkraut und Moos aus den Fugen spüle der Hochdruckreiniger ohne große Mühe ab. 

Experten lehnen die Nutzung von Hochdruckreinigern jedoch ab.

Kritisch werden an den Reinigern unterschiedliche Aspekte gesehen. Das größte Problem bei dem Hochdruckreiniger ist der extreme Druck, mit dem das Wasser auf die Pflastersteine trifft. Empfindliche Materialien wie weichere Natursteine, aber auch einige Betonmischungen können diesem Druck nicht standhalten, sodass nicht nur der Schmutz, sondern auch Teile des Pflastersteins abgetragen werden. Auf der beschädigten Oberfläche können sich Dreckpartikel noch leichter festsetzen. Auf Hartgesteinen wie zum Beispiel Granit oder Basalt kann der Hochdruckreiniger hingegen keinen Schaden anrichten.

Noch leichter werden übrigens die Fugen von dem Hochdruckreiniger ausgespült, da das Füllmittel oft nicht fest genug ist. Es ist daher oft empfehlenswert, nach der Reinigung mit dem Hochdruckreiniger die Fugen wieder neu aufzufüllen. 

Trockeneisreinigung: ohne Hochdruckreiniger und ohne Chemie

Pflastersteine reinigen ist jedoch auch ohne Chemie und ohne Hochdruckreiniger möglich. Bei der Reinigung mit Trockeneisstrahlen werden Trockeneispellets mithilfe mit Niedrigdruck auf die zu säubernden Pflastersteine gestrahlt. Dabei weist das Trockeneis, das aus CO2 besteht, eine Temperatur von etwa minus 78 Grad auf. Sobald die Pellets auf den Untergrund prallen, werden die Schmutzpartikel schockgefroren. Da das Trockeneis durch den Temperaturunterschied sofort von einem festen in einen gasförmigen Aggregatzustand übergeht, wird der Dreck sozusagen förmlich weggesprengt. Auch Moos und Unkraut haben gegen die Strahlen keine Chance. Dabei handelt es sich bei der Trockeneisreinigung um eine äußerst sanfte Methode, die als nicht abrasiv gilt. Sowohl Beton als auch jede Art von Natursteinen können problemlos mit den Trockeneisstrahlen behandelt werden.

Die Pflasterreinigungsmaschine

Von Zeit zu Zeit lassen sich Angebote finden, bei denen von einer speziellen Maschine für die Reinigung von Pflastersteinen die Rede ist.

In der Tat gibt es unterschiedliche Maschinen für diese Reinigung, die in der Regel nach ähnlichen Prinzipien funktionieren. Die Pflasterreinigungsmaschinen werden durch Hochdruck angetrieben, verteilen diesen Druck jedoch gleichmäßig über eine bestimmte Fläche, statt punktuell zu arbeiten. Oft kommen auch geeignete Reinigungsmittel zum Einsatz.

Das Praktische an den Pflasterreinigungsmaschinen ist, dass diese meist über eine Imprägnier-Funktion verfügen, mit der die Pflastersteine gegenüber neuen Verschmutzungen unempfindlicher werden.

Pflastersteine versiegeln oder imprägnieren

Wenn Sie die Pflastersteine versiegeln oder imprägnieren möchten, müssen Sie aber nicht unbedingt zu einer Reinigungsmaschine greifen. Die Versiegelung und die Imprägnierung lohnen sich nicht nur, damit Schmutz nicht so schnell anhaftet, sondern auch weil Algen und Moos es schwerer haben, sich einzunisten. 

Bei einer Imprägnierung gehen die Steine mit dem Mittel eine Verbindung ein, da es tief in die Poren eindringt. Bei der Versiegelung wird hingegen eine dünne Schutzfläche über die Pflastersteine gelegt.

Lassen Sie sich im Fachhandel beraten, welches Mittel sich für Sie am besten eignet.

Um die Behandlung selbst durchzuführen, lassen Sie die Steine nach der Reinigung gut abtrocknen. Die Versiegelung beziehungsweise Imprägnierung können Sie mit einem Pinsel oder mit einer Rolle auftragen, die Sie auch zum Streichen verwenden.

Spezialisten raten dazu, zwei Schichten aufzutragen und die erste Schicht mindestens 24 Stunden trocknen zu lassen.

Hände weg von Essig- und Zitronenreiniger

Abschließend möchten wir Ihnen noch dringend davon abraten, Ihre Pflastersteine mit Essig- oder Zitronenreiniger zu säubern. Auch die Reinigung mit Essig pur sollten Sie dringendst vermeiden. Denn nicht nur Natursteine – wie allgemein bekannt -, sondern auch Beton reagiert höchst empfindlich auf Essig. Dem Beton ist nämlich Kalk beigemischt, der mit dem Essig eine chemische Reaktion eingeht.

Die Folge sind irreparable Schäden an Ihren Pflastersteinen.

Erste Anzeichen für einen Säure-Schaden an Ihrem Pflasterstein sind poröse Oberflächen.

Essig wird unter Gärtnern übrigens vor allem für das Entfernen von Moos aus den Fugen empfohlen. Auch wenn es sich um ein wirksames Hausmittel handeln sollte, ist angesichts möglicher Schäden an den Pflastersteinen die Nutzung von Essig zu überdenken. 

Fazit:

Zahlreiche Methoden eignen sich für die Reinigung von Pflastersteinen. Allerdings ist bei vielen Verfahren darauf zu achten, dass sie nicht für jegliche Arten von Pflastersteinen geeignet sind. Insbesondere weiche Natursteine und auch der so robust wirkende Beton müssen mit besonderer Vorsicht behandelt werden.

Ein Hochdruckreiniger, der früher als Mittel gegen Verschmutzungen aller Art empfohlen wurde, ist oft zu aggressiv. Das Ergebnis sind zwar saubere Steine, meist trägt der Reiniger jedoch auch einen Teil der Oberfläche mit ab. 

Sodawasser für Beton und ph-neutrale Reiniger für Naturstein klingen zwar verführerisch, allerdings helfen diese Hausmittelchen nicht bei hartnäckigen Verschmutzungen. Wer es also mit schwierigeren Fällen zu tun hat und weder zum aggressiven Hochdruckreiniger noch zu umweltschädlichen Chemikalien greifen möchte, für den lohnt es sich, über eine Reinigung mit Trockeneis nachzudenken. Denn das Verfahren ist nicht nur überaus effektiv, sondern auch schonend zur Umwelt und zu Ihren Pflastersteinen.