Klinker reinigen leicht gemacht

Klinker reinigen leicht gemacht – So strahlt die Fassade wieder wie neu

Martin Fassadenreinigung

Wer über eine Fassade aus Klinker verfügt, kann sich mehr als glücklich schätzen. Denn diese beliebten Steine machen optisch richtig etwas her und schauen besonders schön aus. Damit sie aber ihr schönes Aussehen behalten und möglichst lange wie neu strahlen können, muss man den Klinker regelmäßig reinigen. Dafür gibt es eine Reihe von Methoden. Doch leider sind nicht alle empfehlenswert. Grundsätzlich muss man bedenken, dass Klinkersteine, trotz ihrer hohen Tragkraft, sehr sensibel sind und deswegen so professionell wie möglich gereinigt werden müssen.

Was genau ist ein Klinkerstein?

Der korrekte Fachbegriff für Klinkersteine lautet Hartbrandziegel. Es handelt sich dabei um Ziegelsteine, welche unter sehr hohen Temperaturen gebrannt werden. Dabei wird das verwendete Material so stark verschmolzen, dass die Ziegelsteine besonders tragfähig und resistent gegenüber Feuchtigkeit sind. Klinker wird schon seit Jahrhunderten beim Bau von Häusern verwendet.

Zahlreiche historische Monumente haben den Klinkerstein als klassisches und charakteristisches Merkmal verbaut. Es gibt auch einen Trend, bei dem der Klinkerstein in die innere Hauswand verbaut wird und dort wegen der absichtlich freilegend zum Einsatz kommt.

Die Art der Klinkerherstellung ist noch immer regional geprägt.

  • Torfbrandklinker kommt vor allem in torfreichen Gebieten, vorwiegend im Norden, zum Einsatz. Er ist stark gräulich und wird nur in Nenndorf bei Aurich produziert.
  • Der Greppiner Klinker ist der wohl am häufigsten verwendete Klinkerstein. Er wird unter besonders hohen Temperaturen gebrannt und zeichnet sich durch eine Langlebigkeit und eine hohe Widerstandsfähigkeit aus. Der Greppiner Klinker wird seit dem 19. Jahrundert für den Bau verwendet.
  • Neben dem Greppiner Klinker wird vor allem der Münsterländer Kohlebrand verwendet. Dieses Verfahren bezieht sich vor allem auf die Herkunft der Ressourcen und ähnelt fast in Gänze der Herstellung des Greppiner Klinkers.

Klinker wird fast immer aus einer Mischung aus Ton, Schamotten und Feldspäten hergestellt. Die richtige Mischung variiert je nach Art des Herstellungsverfahrens.

Schmutzanfälligkeit und Konsequenzen

Klinker wird durch die atmosphärische Verschmutzungen, häufig auch durch laienhafte Verbauung beschmutzt. Auch wenn das Material sehr Widerstandsfest ist und über Jahrhunderte hinweg haltbar sein kann, gehen Regen, Staub und andere Verschmutzungen natürlich nicht spurlos an ihm vorbei.

Doch gerade hier ist es wichtig rechtzeitig einzugreifen. Denn wenn ein Klinkerstein über einen längeren Zeitraum hinweg stark verschmutzt ist ist das in der Regel sehr schadhaft. Das gilt für Klinker im Außenbereich genauso, wie für Klinker der im Innenbereich verbaut wurde.

Ein weitere häufiger Grund für die Verschmutzung ist der sogenannte Zementschleier. Zementschleier vom Klinker zu entfernen ist vor allem nach einem Neubau oftmals notwendig. Zementschleier entsteht immer dann, wenn der Zementstaub oder der flüssige Zement mit dem Klinker in Berührung kommen und so die Oberfläche beschmutzen.

Das entfernen von Zementschleier ist eine anspruchsvolle Aufgabe, denn der Zement hat die Eigenschaft sich schnell festzusetzen. Sobald man also nur den Hauch eines Schleiers sieht, sollte man direkt eingreifen um nachhaltige Schäden und Verfärbungen zu verhindern.

Dasselbe gilt auch für die Reinigung von Klinker der von Mörtelresten verschmutzt wurde, da sich beide Haftmaterialien ähneln. Um Klinker von Mörtel und Zement zu befreien, sollte man, einen Profi beauftragen, um den Stein bei der Reinigung nicht zu beschädigen.

Kleine Flächen an Klinker selbst reinigen?

Wer eine kleine Fläche von Zement oder Bitumen befreien möchte, greift am besten zu einer Handbürste. Mit dieser und einem Eimer an Seifenlauge ausgerüstet kann es direkt losgehen. Doch lassen Sie sich bestenfalls vorher von einem Fachmann beraten, bevor Sie zu starke Chemikalien greifen. Auch in Hinsicht auf die Umwelt, denn Chemie kann schnell in den Boden gelangen.

Die Bürste sollte fachmännisch geschwungen werden. Optimal reinigt man den Stein in geraden Strichen von oben nach unten. Nicht im Kreis, da ansonsten gerade bei älteren Klinkersteinen das Material beschädigt werden könnte.

Mörtel oder Zement können effektiv mit der Bürste entfernt werden, da man hier die notwendige Genauigkeit der eigenen Koordination nutzen kann. Wenn man ein Fachunternehmen beauftragen möchte, dann lohnt sich jedoch eher das verwenden eines Trockeneisstrahlgerätes um Zeit und Geld zu sparen und den Klinker im optimalen Zustand zu versetzen. Natürlich ist auch eine maschinelle Entfernung der Materie möglich.

Anspruchsvolle Fassadenreinigung

Kleine Flächen gehen leicht zu reinigen, aber wenn es um große Flächen geht ist man mit einer Handbürste nicht optimal ausgerüstet. Wer eine professionelle Fassendreinigung durchführen möchte, kann hier auf eine Reihe von Verfahren zurückgreifen. Roten Klinker, oder Kalksandstein Klinker reinigen, geht am besten mit Trockeneis. Dieses Verfahren hat sich gerade bei großen Flächen immer wieder bewährt, oder auch dort wo die Bürste versagt.

Das Trockeneisverfahren garantiert ein nahezu perfektes Ergebnis. Dabei ist das Verfahren schonend und sorgt dafür, dass die Klinkersteine nicht beschädigt werden. Eine Fassadenreinigung mit Trockeneisstrahlen ist die ideale Lösung bei großen Flächen. Allerdings ist das Verfahren doch recht aufwändig und kann nur mit speziellen Maschinen durchgeführt werden.

Bei kleinen Flächen ist der Griff zur Handbürste also die deutlich günstigere Alternative.

Vorsicht vor Säuren beim Klinker reinigen

Wer mit Salzsäure Klinker reinigen möchte, oder mit Sandstrahlen begeht aus Sicht eines Profis quasi eine Todsünde. Denn mit dieser Reinigungsarte zerstört man die Oberfläche des Klinkers schneller, als einem lieb sein kann. Wer keine Erfahrung damit hat, sollte davon die Finger lassen.

Besonders sensible Klinkerarten, wie der Kalksandstein Klinker, werden durch aggressive Reinigungsmittel sofort und nachhaltig geschädigt.

Den Klinker mit Salzsäure zu reinigen sorgt in der Regel sofort für Verfärbungen / Verätzungen, die man später nicht mehr aus dem Stein herausbekommt. Deswegen empfehlen wir für das Kalksandstein Klinker- und roter Klinker reinigen immer eine Trockeneisreinigung. Diese Methode sorgt für eine nachhaltige Reinigung, mit der die Klinkersteine nicht beschädigt werden können. Deswegen ist eine Reinigung mit Trockneis für jede Art von Klinker eine perfekte Lösung.

Wie funktioniert eine Trockeneisreinigung?

Für die Trockeneisreinigung wird ein Druckluftverfahren genutzt, bei dem Kohlenstoffdioxid in fester Form bei einer konstanten Temperatur von -79 Grad Celsius an die Wand angebracht wird. Die Trockeneispartikel dringen in die verschmutzte Struktur ein und sprengen den Dreck von der Oberfläche des Steines weg. Trockeneisstrahlen werden beim Klinker reinigen mit Schallgeschwindigkeit auf den Stein aufgebracht, weswegen eine deutliche Lärmentwicklung bei der Reinigung zu erwarten ist.

Das verwendete Kohlenstoffdioxid ist weder brennbar, noch giftig und nichtleitend. Das ist gerade für Klinkersteine eine optimale Kombination, da hier aggressive Säuren und anderen chemische Verbindungen mit schadhafter Wirkung auf den Stein ausgeschlossen werden können.

Auch Bitumen lässt sich mit Trockeneis prima entfernen. Wer seine Klinker reinigen muss, der sollte deswegen im besten Fall auf diese Methode zurückgreifen.

Denn Klinker hat vor allem eine negative Eigenschaft: Ist ein einzelner Stein einmal falsch behandelt worden und verfärbt, dann sieht der gesamte Bereich einfach nur noch halb so schön aus. Dem kann man am besten vorbeugen, indem man entweder einen Profi zur Hilfe nimmt oder aber ein paar Übungen für den richtigen Umgang mit dem Strahler vornimmt. Danach sollte das Klinker reinigen kein Problem mehr sein!

Wenn Sie also Hilfe benötigen kontaktieren Sie uns und wir helfen gerne Ihre Klinkerfassaden zu reinigen!

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